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USP Universal Selbstlade Pistole / Seite 2

 

USP Elite
USP mit SD

 

Entwicklung und Allgemeines
Nachdem der Kalte Krieg vorbei war verlor die Deutsche Bundeswehr das Interesse an der Heckler und Koch (HK) Waffe Modell G11. Da HK mit dem G11 alles auf eine Karte setze standen sie kurz vor dem Aus. Im März 1991 kaufte die britische Firma Royal Ordnance, ein Tochterunternehmen des Aerospace Konzern HK auf. Somit waren die Oberndorfer erstmal gerettet. Im Sommer desselben Jahres bekam HK einen Auftrag vom US Militär eine Spezialwaffe im Kaliber .45 ACP zu entwickeln. Einige US Spezialeinheiten waren mit den Pistolen im Kaliber 9 mm Luger nicht zufrieden und trauerten ihrer 45er Colt Government Pistole nach, die gerne "cocked and locked" "durchgeladen und gesichert" getragen wurde. Mit diesem Auftrag floß natürlich auch Geld nach Oberndorf.
Heckler und Koch hatte bereits Pläne für eine neue Waffe das ein Kunststoffgriffstück besaß. Sie selbst begannen schon Anfang der 60er mit der Verwendung von Kunststoffen bei ihren Waffen was natürlich ein riesen Fortschritt bedeutete. Nicht nur HK sondern auch Colt bekam den Auftrag vom US-Special-Operations-Command. Die kurz SOCOM (oder USSOCOM) genannte Dienststelle koordinierte verschiedene Spezialeinheiten aus Air Force, Marines, Navy und Army.
Bei HK wurde die neue Waffe unter der Leitung von Ernst Mauch und Helmut Weldle, Konstrukteur der P7 entwickelt. Die Gelegenheit wurde genutzt und an einem zivilen Ableger, der "Universal Selbstlade Pistole" gebaut. Beim Gedanken an den Amerikanischen Markt entwickelten sie als erstes ein .40S&W Modell. Bei der "USP" besteht das ganze Griffstück aus Polyamid ein Material bei dem auch Fiberglasanteilen beigemischt worden sind. Demnach ist das Material extrem schlag- und korrorsionsbeständig. HK und auch andere Firmen suchten seit 1990 ein Verfahren mit dem Metallteile auf Dauer lagestabil in Kunststoff eingebettet werden können. Mit "injection molded polyamide" gelang es ihnen. Dieses Material wurde auch bei den HK Waffen VP70Z und P9S verwendet.
Das Magazin besteht aus Kunststoff, zur Verstärkung wurden jedoch Stahlblechstreifen in die Magazinlippen eingearbeitet. Damit sollen Funktionsstörungen vorgebeugt werden. Ebenfalls wurden auch einige Belastungspunkte im Griffstück mit Metallblechen verstärkt. Damit kleine Kratzer auf dem Kunststoff nicht gleich auffallen, wurde die Oberfläche leicht rauh gehalten. Der Griffbereich, Griffrücken und die Stirnseite sind so beschaffen, daß der Schütze die Waffe rutschfest in der Hand halten kann. Jedoch kann man nicht die Griffschalen gegen andere ersetzen, so wie es bei anderen Waffen möglich ist. Jedoch gibt es spezielle Gummischläuche die über den Griffbereich gezogen werden können, siehe oben. Der sehr groß ausgefallene Abzugbügel soll den Schützen die Möglichkeit geben, die Waffe auch mit gefütterten Handschuhen bedienen zu können. Ein Zeichen das die Waffe für militärische Zwecke entwickelt worden ist. Direkt unter dem Abzugsbügel befinden sich auf beiden Seiten der Magazinhalteknopf. Wird der Knopf nach unten gedrückt gibt die Waffe das Magazin federunterstützt frei. Somit ist auch ein schneller Magazinwechsel möglich. Sollte es vorkommen dass das Magazin klemmt, so kann man mit 2 Fingern in die Ausparungen am unteren Ende des Griffstückes greifen und es am Magazinboden herausziehen. Je nach Kaliber passen zwischen 12 und 18 Patronen in das Magazin. Dies läßt man nach alter HK Manier auseinandernehmen. Der Magazinboden kann nachdem ein Knopf gedrückt wurde seitlich weggeschoben werden. Am vorderen Griffstück befinden sich Montageschienen, an dieser lassen sich verschiedene Zusatzgeräte montieren. Für den US Markt bot HK die USP sogar standartmäßig mit montierten Laserzielgerät an, für uns in Deutschland natürlich nur ein Traum.

 

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