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CZ 52 / Seite 2

 


Entriegelter Verschluß einer CZ 52

 

Entwicklung und Technik
Diese Waffe wurde von Jan and Jaroslav Kratchovil, bei dem 1930 gegründeten Waffenhersteller CZ (Česka Zbrojovka) entwickelt. Der erste Prototyp im Jahr 1948 erhielt den Namen CZ 482. Dieses Modell entsprach noch nicht den Anforderungen des damals noch tschechoslowakischen Generalstabs. Nach einigen Verbesserungen entstand das Modell 491 im Kaliber 9 mm Luger. Dieses Modell wurde in den nachfolgenden beiden Jahren gründlich getestet. Diesmal wurden die Anforderungen erfüllt und CZ erhielt für die Waffe – gemäß der technischen Angleichung an die Warschauer-Pakt-Staaten im Kaliber 7,62 Tokarev - im Jahr 1951 den Fertigungsauftrag. Die Waffe wurde somit im Jahr 1952 bei der tschechoslowakischen Armee als Modell CZ 52 oder Vz52 (Vzor 52" heißt "Model 52) eingeführt und bis 1954 wurden gut 200.000 Stück hersgestellt. Nach dem kalten Krieg wurde die Waffe sehr beliebt in den USA und wird auch heute noch gerne sportlich geschossen.

 


Verriegelter Verschluß einer CZ 52

 

Wie die meisten anderen verriegelnden Kurzwaffen funktioniert die CZ 52 auch mit kurzem Rohrrücklauf. Es handelt sich allerdings nicht um ein Browningsystem sondern um einen bei Pistolen selten verwendeten Rollenverschluss. Anders als z.B. bei den Heckler und Koch Langwaffen befinden sich die Rollen am Lauf. Unter dem Lauf befindet sich ein Steuerriegel, der mit dem Lauf um einige Zentimerter längs verschiebbar verbunden ist. Er wird bei montierter Waffe am Griffstück fixiert, um so die Verriegelung zu steuern. Zum Entriegeln läuft der Lauf gemeinsam mit dem Verschluss ca. 5mm zurück, bis die Rollen aus ihrer Raste im Verschluß entrücken können um dem Schlitten so den restlichen Repetierzyklus zu ermöglichen. Eine automatische Sicherung verhindert eine ungewollte Schußabgabe, denn solange wie der Abzug nicht abgedrückt wird, kann der Hahn den Schlagbolzen nicht erreichen. Sobald die Sicherung eingelegt, ist ein Einrasten des gespannten Hahns nicht mehr möglich. Falls dieser bereits gespannt war, schlägt der Hahn auf ungefährliche Weise in eine entspannte Position. Um den Mechanismus möglichst einfach zu halten verfügt die Waffe über ein Single-Action-System, welches bei einer kleinen Serie durch ein Double-Action-System eingebaut oder ausgetauscht wurde. Wie z.B. bei der P38 wird das Magazin von einer Raste unten an der Öffnung des Magazinschachts gehalten. Ist das 8-schüssige Magazin leergeschossen, bleib der Verschluss der Waffe offen.

Für diese etwa 1 kg schwere Ganzstahlpistole ist ein Wechsellauf im Kaliber 9mm Para entwickelt worden. Da die Stoßböden der beiden Patronen identisch sind, muss nur der Lauf ausgetauscht werden.

 

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